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Der Ritteranolis (Anolis equestris) ist die mitunter größte Art innerhalb der Gattung Anolis und beeindruckt durch seine leuchtend grüne Färbung, seine markante Statur und sein ausgeprägtes Territorialverhalten. Ursprünglich auf Kuba beheimatet, hat er sich mittlerweile auch in Teilen Süd-Floridas angesiedelt. In seiner natürlichen Umgebung lebt der Ritteranolis bevorzugt in Bäumen und Sträuchern trockener Waldgebiete, wo er sich geschickt durch das Geäst bewegt und seine Umgebung aufmerksam beobachtet.
Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von rund 15 cm und einer Gesamtlänge von bis zu 50 cm gehört der Ritteranolis zu den größeren Vertretern seiner Familie. Trotz seiner stattlichen Größe ist er äußerst flink und kann mit seinen Haftlamellen an den Zehen mühelos senkrechte Flächen erklimmen. Männchen sind meist etwas größer und kräftiger als Weibchen und zeichnen sich durch einen auffälligen Kehlsack aus, den sie zur Kommunikation und Reviermarkierung einsetzen. Bei Bedrohung oder Revierstreitigkeiten nehmen Männchen eine beeindruckende Drohhaltung ein, indem sie ihre Körper seitlich spreizen, die Kehle aufblähen und mit weit geöffnetem Maul imponieren.
Als tagaktive Tiere benötigen Ritteranolis eine gut ausgeleuchtete Umgebung mit Temperaturen zwischen 26 und 28 °C, wobei einzelne Sonnenplätze bis zu 35 °C erreichen dürfen. Nachts sollte die Temperatur auf 20–24 °C sinken, während die Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 80 % liegt. Für die Haltung im Terrarium wird eine Mindestgröße von 120 × 60 × 80 cm empfohlen, wobei eine hohe Kletterstruktur aus Ästen, Pflanzen und Versteckmöglichkeiten essenziell ist.
Ritteranolis sind opportunistische Jäger und ernähren sich hauptsächlich von lebenden Insekten wie Grillen, Heuschrecken, Fluginsekten oder Schaben. Ergänzend nehmen sie auch pflanzliche Nahrung in Form von süßen Früchten oder Obstbrei zu sich. Da sie einen hohen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen haben, ist eine regelmäßige Supplementierung unerlässlich, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Die Fortpflanzung dieser Art ist gut erforscht: Nach der Paarung legt das Weibchen in regelmäßigen Abständen einzelne Eier in feuchtem Substrat oder in geschützten Spalten ab. Die Jungtiere schlüpfen nach einigen Wochen und sind von Beginn an selbstständig.
Da der Ritteranolis nicht unter strengem Artenschutz steht, ist seine Haltung ohne spezielle Genehmigungen möglich. Dennoch sollten sich Halter bewusst sein, dass diese Tiere sehr territorial sind.